Aerosoft Kilimanjaro Airport - Review

Geschrieben von Condor757Winglet. Veröffentlicht in Szenerien

Titel

Seit 11. Juni 2015 ist das Aerosoft Add-on „Kilimanjaro Airport 2015“ erhältlich. Es ist eines der ersten „richtigen“ Add-ons der Region südlich der Sahara, welches von einer großen Softwareschmiede, wie Aerosoft, für den FSX/P3D umgesetzt wurde. Da für die meisten von euch Afrika noch ein weißer Fleck in der Flugsimulationswelt ist, möchte ich euch in diesem Review den Kilimanjaro Airport, sowie dessen Umgebung, genauer vorstellen.

Der Airport wurde von einer bislang weniger bekannten Schmiede, welche den Namen „Gaya Simulation“ trägt, erbaut. Anfangs war ich sehr gespannt, wie man diesen Airport hinsichtlich der Qualität und der Realitätsnähe umgesetzt hat. Der internationale Flughafen befindet sich südwestlich des höchsten Berges von Afrika, dem Kilimanjaro. Er liegt nur unweit der Küste, an welcher die bekannten Urlaubsdestinationen des Landes Tansania, Mombasa und Sansibar liegen. Der auf knapp 900 m gelegene Airport hat ein jährliches Passagieraufkommen von etwa 700.000 Passagieren, wobei es sich überwiegend um Touristen handelt. Damit ist der Kilimanjaro Airport nach Dar es Salam der zweitgrößte des Landes. Von der kleinen Cessna bis zur Boeing 747 kann der Flughafen alle möglichen Flugzeugtypen abfertigen. Neben heimischen Airlines wie Precision Air oder Rwand Air werden auch viele uns bekannte Airlines, wie Qatar Airways aus Doha, Condor aus Frankfurt oder Turkish Airlines aus Istanbul auf diesem Airport abgefertigt.

Kauf und Installation

Der Kauf des Add-ons gestaltet sich wie gewohnt problemlos. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten, zum einen den Aerosoft Shop, zum anderen Simmarket. Bei beiden beträgt der Kaufpreis 17,95 EUR. Momentan hat man nur die Möglichkeit die Szenerie als Download zu erwerben, was aber nicht weiter schlimm ist, da man das Produkt unkompliziert mit PayPal oder Kreditkarte erwerben kann.

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Nachdem man sich die 430 MB große Datei heruntergeladen hat, führt man den vorhandenen Installer aus. Die darauf folgende Installation läuft wie gewohnt einfach und selbsterklärend ab. Die dafür erforderlichen Daten werden einem sofort nach Kauf des Produktes per Mail zugesandt. Kurz vor Beginn der Installation wählt man, ob man FTX Global installiert hat oder die Standard Landclass verwendet. Bevor es nun daran geht, den FSX/P3D zu starten, kann über ein mitgeliefertes Tool, welches sich im Szenerie Ordner befindet (LTL.exe) eingestellt werden, welche Auflösung die Texturen haben sollen. (1024x1024 / 2048x2048 / 4096x4096). Auch wenn der Airport in der „Pampa“ liegt, beugt eine niedrige Auflösung eventuell auftretenden Speicherproblemen vor.

Umfang

Die Szenerie umfasst neben dem Airport selber, die Berge Kilimanjaro und Mount Meru. Letzterer befindet sich in der unmittelbaren Umgebung des Airports. Der Airport sowie die beiden Bergdarstellungen besitzen je eine eigene, voneinander getrennte hochauflösende Fototapete. Die gebäudemäßige Darstellung des Airports besteht aus dem Hauptgebäude, einer Feuerwache, einer Wartungshalle und noch einem kleinen Gebäude, in welchem das ansässige Cateringunternehmen untergekommen ist. Die Entwickler haben in alle akkurat nachgestellten Gebäude viel Liebe zum Detail gesteckt. Dies wird darin deutlich, dass man z. B neben Fahrzeugen wie Feuerwehrautos auch hin und wieder Menschen herumlaufen sieht.

Kilimanjaro Airport

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Die Qualität der hoch aufgelösten Texturen macht sich in der Szenerie durchaus bemerkbar. So sind fast alle Terminal- und Gebäudetexturen scharf und beeindrucken durch ihre Abnutzungserscheinungen.

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Auch die Runway- und Taxiwaytexturen verfügen über diverse Abnutzungsspuren, wie Risse und Gummiabrieb. Die direkt angrenzenden Bodentexturen sind leider nicht so gut aufgelöst. Schaut man sich nun die Grastexturen an, wirken diese ebenfalls sehr unscharf, verschwommen und werden der Szenerie nicht gerecht.

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Die vielen kleinen Details, wie die Darstellung verschiedener Arten von Pflanzen und ausreichend vorhandene statische Objekte, erzeugen beim Benutzer eine durchaus realistische und ein wenig verlassene Atmosphäre des Airports.
Lediglich zwei Personen werkeln an zwei kleinen Maschinen herum und öffnen fleißig Klappen. Die Animationen sind gut gemacht und können durchaus mit dem People-Flow von Orbx mithalten.
Ein Fehler macht sich aber deutlich bemerkbar, die Radarleuchte auf dem Tower wird von einem schwarzen Schleier umgeben.

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Auch hinter dem Flughafen wurde konsequent weiter modelliert. Allerdings sieht man in diesem Bereich auch einige Modellierungsfehler im Autogen. So wurden einige Bäume unkorrekt platziert und stehen somit unschönerweise in anderen Objekten. Noch angemerkt sei, dass der Baum auf dem Terminaldach wirklich existiert und kein Bug ist.

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Die dreidimensionale Vegetation rund um den Flughafen wirkt, vom Boden aus betrachtet, sehr voluminös und scharf. Beim Überflug stechen die bereits angesprochenen, sehr verschwommenen Bodentexturen stark hervor.

Eindruck bei Nacht

Der einzige Kritikpunkt am nächtlichen Erscheinungsbild ist, dass die PAPI-Lichter bei näherer Betrachtung einfach verschwinden und nicht mehr sichtbar sind. Des Weiteren ist die Runwaybeleuchtung generell sehr dezent gehalten.
Sonst sind die Nachttexturen und eingesetzten Lampen von hoher Qualität und machen einen nächtlichen Anflug auf jeden Fall lohnenswert.

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Performance

Laut Hersteller sollen weder die großen Texturen, noch die vielen Details die Performance aufgrund der Lage des Airports beeinflussen. Das kann man so auch durchaus unterschreiben, denn die Szenerie erzielt auf meinen Testsystem (siehe unten) immer über 30 FPS und ist so auch für PC-Piloten mit schwächeren Systemen durchaus geeignet.

Erscheinungsbild im Prepar3D v2.5

Alle Beobachtungen aus dem FSX lassen sich direkt auf die P3D-Version übertragen, lediglich ein Unterschied besteht:
Die Straße zum Flughafen wird nachts im FSX beidseitig, im P3D aber nur einseitig beleuchtet.

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 Umgebung

 Wie schon in Punkt 3 erwähnt umfasst die Szenerie nicht nur den Airport, sondern auch zwei Berge der Umgebung, den Mount Mouri und den Kilimanjaro. Der Mount Meru hat seinen höchsten Punkt auf 4562,13 m (14967ft) der Kilimanjaro auf 5.895m (19.341ft), aber das nur am Rande. Wichtig ist natürlich im Flugsimulator zum einen, wie sieht der Berg vom Airport aus, und wie gut zeigt er sich in der unmittelbaren nähe. Auf meinem Test-PC, auf welchem FTX-Global installiert ist, sieht man vom Airport aus, soweit nur, dass die Spitze der beiden Berge etwas detaillierter als die des Standard FSX bzw FTX-Global ist, man nimmt also im ersten Moment keinen allzu großen Unterschied wahr. Jedoch sobald man sich den beiden Bergen nähert, merkt man, dass sich hier mehr als nur ein bisschen getan hat, so hat der Berg neben einer Fototapete auch eine Landclass erhalten, welche die Berge jeweils sehr detailliert erscheinen lassen. Auf der anderen Seite gibt es auch einen negativen Aspekt, die als hochauflösend beworbene Fototapete erscheint nicht wirklich hochauflösend.

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Fazit

Für Simmer, die gerne mal nach Afrika fliegen, um dort die Umgebung zu erkunden, oder auch einfach mal einen Flug in diese Richtung machen wollen, ist die Kilimanjaro Szenerie absolut empfehlenswert. Die Gebäude wurde mit viel Liebe zum Detail erschaffen, was die teilweise etwas schwammige Bodentexturen locker wieder wettmacht. Außerdem laden die beiden umgesetzten Berge dazu ein, sich mal die direkte Umgebung anzusehen.

Pro

- hochauflösende Gebäude

- sehr gute Performance

- schöne Animationen

- lebendige Atmosphäre

Contra

- teilweise unscharfe Bodentexturen

- getrennte Fototapeten

 

KLARE KAUFEMPFEHLUNG

Testsystem:

Intel Core i7 3770K/ 3,4 GHz
GTX 660 8MB
16 GB Arbeitsspeicher
HDD/SSD Festplatte
FSX auf Windows 8 64bit